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15 Rehkitze bei Mahd in Mühlingen getötet – PETA erstattet Strafanzeige

Mühlingen / Stuttgart, 5. Juli 2021 – Tod durch Messer der Landwirtschaftsmaschinerie: Während einer Mahd in Mühlingen hatten 15 Rehkitze keine Chance gegen die scharfen Klingen der Mähmaschine. Die Jungtiere wurden überfahren, verstümmelt und starben infolge der schweren Verletzungen. Die Tierrechtsorganisation PETA hat nun bei der Staatsanwaltschaft Konstanz Strafanzeige gegen den Verantwortlichen erstattet. Der Vorwurf: Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie gegen das Naturschutzgesetz und das Strafgesetzbuch.
 

„Immer wieder werden Tierkinder, die nicht schnell genug fliehen können, von den scharfen Klingen der Mähmaschine aufgeschlitzt, verstümmelt oder regelrecht zerhackt“, so Dr. Edmund Haferbeck, Agrarwissenschaftler und Senior-Mitarbeiter im Bereich Special Projects bei PETA. „Es ist schockierend, dass der Landwirt 15 Rehkitze vorsätzlich zerstückelt hat. Er hat aus Zeitgründen den Tod der Kitze und anderer Wildtiere in Kauf genommen .“

Unterlassen von Schutzmaßnahmen ist strafbar
PETA zeigte in der Vergangenheit wiederholt Landwirte und Landwirtinnen in ähnlichen Fällen an. Rechtskräftige Verurteilungen – unter anderem des Landgerichts Offenburg, der Amtsgerichte Göttingen, Euskirchen, Celle und Forchheim – bestätigen, dass das Unterlassen entsprechender Schutzmaßnahmen strafbar ist. Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, ein Wirbeltier ohne „vernünftigen Grund“ zu töten oder ihm länger anhaltende erhebliche Schmerzen oder Leiden zuzufügen. Ebenso legt das Naturschutzgesetz fest, dass wildlebende Tiere nicht mutwillig beunruhigt oder ohne „vernünftigen Grund“ verletzt oder getötet werden dürfen.
 
Messer der Landwirtschaftsmaschinerie töten und verletzen jährlich etwa 100.000 Rehe
In Deutschland werden jährlich etwa 100.000 Rehe bei Mäharbeiten schwer verletzt oder getötet. Der „Drückinstinkt“ der Jungtiere führt dazu, dass Rehkitze bei drohender Gefahr meist bewegungslos auf dem Boden verharren und auf ihre Tarnung vertrauen, statt zu fliehen. Tiergerechte Vergrämungsmaßnahmen, wie flatternde Bänder oder Duftzäune, schrecken Rehmütter auf, die anschließend ein besseres Versteck für ihren Nachwuchs suchen. Zudem besteht die Möglichkeit, die Weide im Vorfeld zu begehen oder moderne Infrarotsensoren – sogenannte Wildretter – zu nutzen, um die Felder abzusuchen.
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Maehtod-Rehkitze/

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Pressekontakt:

Julia Zhorzel, +49 711 860591-536, JuliaZ@peta.de

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