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Bannewitz / Dresden: Hunderte Ferkel entkommen nur knapp dem Hitzetod auf Transporter – PETA erstattet Strafanzeige

Bannewitz / Dresden / Stuttgart, 12. Juli 2021 – Laut einem Medienbericht wurden Ende Juni 800 Ferkel auf einem Tiertransporter in Bannewitz nur knapp vor dem Hitzetod bewahrt. Bei einer Polizeikontrolle wurde festgestellt, dass die hochsommerlichen Temperaturen über den gesetzlichen Vorgaben für den Transport der Tierkinder lagen. Zudem war die Trinkvorrichtung defekt. Die hinzugezogene Feuerwehr kühlte den rumänischen Transporter mit Wassernebel und das Veterinäramt Pirna untersagte die Weiterfahrt. PETA erstattete nun Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Dresden und bedankt sich bei Polizei, Feuerwehr und Veterinäramt für den Rettungseinsatz. Die Tierrechtsorganisation fordert ein ausnahmsloses Verbot von kommerziellen Tiertransporten.

„Schweine sind sehr hitzeempfindlich. Genau wie Hunde können sie kaum schwitzen und erleiden schnell einen Hitzschlag“, so Agrarwissenschaftlerin Lisa Kainz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. „Ist es im Inneren eines Transporters zu heiß und kommen die Tiere zusätzlich nicht an Trinkwasser, ist das für viele von ihnen meist das Todesurteil – verbunden mit einem langandauernden, qualvollen Todeskampf. Jeder kommerzielle Tiertransport bedeutet Leid – wer Fleisch und andere Produkte tierischen Ursprungs isst, trägt Mitschuld – nur eine vegane Ernährung hilft den Tieren nachhaltig.“

Hintergrundinformationen
Per Verordnung sind Tiertransporte ab einer Temperatur von 30 Grad auf der Ladefläche verboten. Durch die Enge und Körperwärme der Tiere ist dies vor allem im Transportinneren schon ab einer deutlich geringeren Außentemperatur möglich – vor allem, wenn der Transporter steht und nicht vom Fahrtwind gekühlt wird oder anderweitig klimatisiert ist. Dennoch führen zahlreiche Unternehmen stundenlange Tiertransporte auch bei Rekordhitze durch; oft steht den Tieren selbst dann nicht ausreichend Trinkwasser zur Verfügung. Schweine dürfen laut der Tierschutztransportverordnung bis zu acht Stunden am Stück befördert werden. Durch Ausnahmegenehmigungen sind die Zeiten jedoch oft sehr viel länger.

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Die Haltung der Tiere in der Zucht oder Mast hat nichts mit einem artgerechten Leben von Schweinen zu tun. Die geschlossenen Stallsysteme gleichen kahlen Produktionshallen – dort sind die überzüchteten Tiere gezwungen, ein Dasein in engen und meist kotverdreckten Buchten zu fristen, ohne ihre Bedürfnisse ausleben zu können. Zudem hängt ihr Leben auch von der Instandhaltung der Stalltechnik ab. Nicht selten führen technische Defekte, die aus Nachlässigkeit oder wirtschaftlichen Gründen entstehen können, zum vorzeitigen Tod der Tiere. Stromausfälle oder Brände werden häufig durch Mängel beim Brandschutz oder marode technische Anlagen ausgelöst. Sie sind vermeidbar und Betriebsfehler, somit grob fahrlässig. Jedes Jahr kommt es in Deutschland zu Lüftungsausfällen, infolge derer Tausende Tiere einen minutenlangen Erstickungskampf durchleiden.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen:

PETA.de/Neuigkeiten/Tiertransporte-Hitze

PETA.de/Themen/Tiertransporte

PETA.de/Themen/Schweine

Pressekontakt:

Julia Zhorzel, +49 711 860591-536, JuliaZ@peta.de 

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