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Corona: Die Paketbranche im nicht enden wollenden Aufschwung

Seit Beginn der Corona-Pandemie wächst der Anteil der Zustellungsaufträge bei den Paketdiensten. Im ersten Quartal 2020 bestellten viele Menschen zusätzliche Produkte online, um sich für einen länger anhaltenden Lockdown abzusichern. In der Folge wurden immer wieder Restriktionen erlassen, bei denen weniger Einkäufe in den Geschäften und mehr online getätigt wurden. Die Prognosen sehen für die kommenden Jahre in der Lieferbranche rosig aus.

Einzelhändler schließen ihre Türen

Der Detailhandel war im Frühling 2020 dazu aufgefordert, die Verkaufstätigkeiten einzustellen oder auf Lieferungen umzustellen. Einige Händler waren dazu in der Lage, weil sie die entsprechenden logistischen Voraussetzungen dafür erfüllten und teilweise noch heute erfüllen, sofern der Betrieb nicht aus anderen Gründen eingestellt wurde. Andere hingegen, die die logistischen Voraussetzungen nicht erfüllen konnten, waren extrem benachteiligt.

Immerhin versuchten viele ihre Waren über Paketdienste zu verschicken, damit die Menschen regional gut versorgt waren. Unverkennbar war jedoch die Abkehr vom Einkauf im lokalen Gebiet, weil viele plötzlich verstanden, dass es in der globalen Wirtschaft keine Grenzen gibt. Neben den lokalen Anbietern stehen vor allem Multikonzerne mit viel größeren Warenhäusern online rund um die Uhr zur Verfügung.

Lieferdienste erhalten vermehrt Aufträge

Wer verstand, dass einige Artikel auf Verkaufsplattformen günstiger sind als beim lokalen Anbieter, der ließ es sich nicht nehmen, von seinem bisherigen Einkaufsprinzip abzurücken. Beeinflusst wurde und wird das nach wie vor durch Einkommenseinbußen der privaten Haushaltskassen. Paketdienste, die die Waren liefern, verzeichnen seit Beginn der Pandemie einen nennenswerten Auftragszuwachs.

Jeder internationaler Paketdienst versucht sich auf dem globalen Markt gut zu positionieren, um so viele Aufträge wie eben möglich zu erhalten. Dazu werden auch temporär neue Mitarbeiter eingestellt, die bei der Abwicklung der Lieferungen ihr Können unter Beweis stellen. Für Angestellte, die während der Pandemie ihren Job verloren, ist das eine günstige und nachhaltige Gelegenheit neu einzusteigen. Die Lieferdienste und Paketzusteller gehen auch künftig von einer hohen Auftragsauslastung aus, sodass die Branche in den kommenden Jahren floriert.

Bedeutung für lokale Händler

Nicht jeder lokale oder regionale Händler kann mit großen Konzernen konkurrieren. Sie wissen, dass sie ihre Angebote an die Kundschaft anpassen müssen, die aus verschiedenen Gründen keine Online-Bestellungen durchführen können oder möchten. Alle anderen werden aus neuer Gewohnheit vermehrt Artikel online bestellen. Die größten Auswirkungen gab es 2020 und 2021 jeweils in der Weihnachtszeit.

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Zwar war der Handel geöffnet, viele verzichteten aber auf den klassischen Weihnachtseinkauf wie vor der Pandemie. Sie bestellten die Artikel online und bekamen fast sicher die bestellte Ware vor dem Weihnachtsfest geliefert. Geht es nach den Zustellern, wird das auch in den kommenden Jahren so anhalten oder weiter ansteigen. Das bedeutet mehr Arbeitsplätze, wenn auch teilweise nur temporär.

Der Nachteil ist jedoch der extreme Verpackungsabfall, der durch die Lieferungen entsteht. Einige der Waren werden mit zusätzlichem Polstermaterial und Kartonagen versehen und verschickt. Das Problem wurde bereits erkannt und Unternehmen arbeiten daran, die Verpackungsmaterialien auf das Nötigste zu beschränken und neue Verpackungen herzustellen, die wiederverwendbar sind.

Kein Trend sondern Zukunftsvision

Derzeit ist davon auszugehen, dass die Anzahl der Online-Bestellungen ihren Höhepunkt in diesem Jahrzehnt erreicht. Die Lage wird sich anschließend stabilisieren und die Zeit, die nicht mehr für den Einkauf verbraucht wird, wird künftig wieder für Freizeitaktivitäten oder im Homeoffice genutzt.

Über den Autor

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51 Jahre Alt. Thema Gesundheit, Ernährung, Handwerker und Tiere (Hunde) sind meine Lieblingsthemen 🙂

Selber seit mehr als 10 Jahre "Fleischfrei" und habe nie diesen Schritt bereut.

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