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Dramatisches Vogelsterben in Deutschland – PETA fordert, veganen Ökolandbau zu fördern und Jagd auf Beutegreifer zu stoppen

Radolfzell / Stuttgart, 30. Juni 2021 – Warnung der Max-Planck-Gesellschaft für Verhaltensbiologie in Radolfzell: Die neue Rote Liste der Brutvögel in Deutschland zeigt, dass der Rückgang der Vögel in Deutschland ungebremst voranschreitet. Am stärksten sind Vögel der Agrarlandschaft sowie Insektenfresser und Zugvögel bedroht. Dieses Ergebnis widerlegt die Behauptung vieler jagenden Personen, Beutegreifer wie Füchse, Marder oder auch Katzen seien für das Artensterben hauptverantwortlich. PETA fordert daher eine umfassende Wende weg von konventioneller Landwirtschaft samt Intensivtierhaltung hin zu veganem Ökolandbau sowie ein Verbot der Jagd auf Füchse und andere Beutegreifer inklusive Katzen.

„Dass insbesondere Vögel der Agrarlandschaft sowie Insektenfresser und Zugvögel betroffen sind, zeigt, dass die industrielle Landwirtschaft die Hauptverantwortliche für das rasante Vogelsterben ist“, so Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA. „Deutschland braucht daher ein sofortiges Jagdverbot auf Füchse und andere Beutegreifer, wie auch ein Katzenabschussverbot. Denn anders als oft von der schießwütigen Jägerschaft dargestellt, sind sie keine Bedrohung für die Artenvielfalt der Vögel.“

Hintergrundinformationen

Über die Hälfte der 259 dauerhaft hier brütenden Vogelarten sind gefährdet. 14 Arten sind in Deutschland bislang ausgestorben, sechs weitere werden voraussichtlich in der nächsten Roten Liste ebenfalls als extinkt geführt werden müssen. Es droht damit ein Aussterben von Brutvogelarten bislang unbekannten Ausmaßes.

Der Zusammenhang zwischen Artensterben und Landwirtschaft

Bei der industriellen Landwirtschaft hat ein möglichst hoher Produktertrag Priorität. Neben Pestiziden und chemischen Düngemitteln werden Exkremente sogenannter Nutztiere als Gülle auf den Feldern ausgebracht. Dies führt zu Umweltproblemen wie einer starken Nitratbelastung des Grundwassers, Insektensterben sowie zum Schwund der Lebensräume von Wildtieren. In Deutschland werden 60 Prozent der gesamten Agrarfläche für den Futtermittelanbau für Tiere verwendet. [1] Vor allem der landwirtschaftliche Sektor Tierwirtschaft fördert also das Artensterben: 60 Prozent aller Säugetiere auf der Erde sind „Nutztiere“, die meisten davon Rinder und Schweine, 36 Prozent sind Menschen, wohingegen nur vier Prozent Wildtiere sind. [2] Meist führen Jagdverbände an, dass Füchse die Bestände bestimmter Bodenbrüter wie Rebhuhn oder Kiebitz bedrohten. Fachleute sehen als ursächlich für deren Rückgang jedoch an, dass ihre Lebensräume durch die anhaltende Intensivierung der Landwirtschaft und den damit einhergehenden vermehrten Einsatz von Pestiziden zerstört werden. [3] Auch Katzen spielen als Bestandsbedrohung keine wesentliche Rolle: Die Vorkommen gefährdeter Vogelarten in Städten sind stabil, obwohl hier die höchste Katzendichte anzutreffen ist.

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PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] https://www.dvtiernahrung.de/aktuelles-detail/zu-viel-fuer-futteranbau-in-deutschland-agrarflaechen-und-ihre-nutzung , abgerufen am 28.06.2021

[2] The Guardian (21.05.2018): Humans just 0.01% of all life but have destroyed 83% of wild mammals – study, https://www.theguardian.com/environment/2018/may/21/human-race-just-001-of-all-life-but-has-destroyed-over-80-of-wild-mammals-study, abgerufen am 28.06. 2021

[3] Sudfeldt, C., Bairlein, F. Dröschmeister, R., König, C., Langgemach, T., Wahl, J. (2012): Vögel in Deutschland – 2012. DDA, BfN, LAG VSW, Münster.

Weitere Informationen:

PETA.de/Themen/Bio-vegane-Landwirtschaft

PETA.de/Themen/Artensterben

PETA.de/Themen/Jagd-Hintergrundwissen

PETA.de/Kampagnen/Fuchsjagd-stoppen

Pressekontakt:

Sophie Burke, +49 711 860591-528, SophieB@peta.de

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