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„Godzilla Fishing“: PETA erstattet Strafanzeige wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz

Auch große Fische sind sensible Lebewesen

Oldenburg / Stuttgart, 6. Juli 2021 – Fürs Posieren müssen Fische leiden: Das Unternehmen „Godzilla Fishing“ bietet Interessierten auf Facebook an, ihnen die Jagd auf große Fische wie Störe und Welse zu ermöglichen. Der Anbieter bewirbt seine Dienstleistung damit, „brutale Drills in genialer Atmosphäre“ und „Fische jenseits der Metermarke“ zu garantieren. PETA erfuhr von Godzilla Fishing durch einen Whistleblower-Hinweis. Die Tierrechtsorganisation hat jetzt Strafanzeige wegen Verdacht auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg gegen den Dienstleister erstattet. Die gezielte Jagd auf große Fische mit kommerzieller Absicht ist laut Gesetz kein vernünftiger Grund, einem Tier Leid zuzufügen oder es gar zu töten. Es besteht somit der Verdacht auf sogenanntes Catch-and-Release-Fischen oder auf Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund.

„Große Fische wie Störe und Welse sind, anders als der Anbieter sie bezeichnet, keine Monster, sondern sensible und empfindungsfähige Wirbeltiere, die in Ruhe gelassen werden möchten“, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Heute wissen wir, dass jeder Fisch ein Jemand ist, kein Etwas. Daher ist es ethisch nicht akzeptabel, sie gegen ihren Willen an Land zu zerren, nur um vor der Kamera mit ihnen zu posieren.“

Hintergrundinformationen

In manchen Intelligenztests schneiden Fische besser ab als Schimpansen, Orang-Utans und Kapuzineräffchen. [1] Sie haben ein komplexes Sozialleben und schließen teils enge Freundschaften. Manche Fische singen wie Vögel in der Morgendämmerung im Chor, andere schützen ihre Jungen, indem sie den Nachwuchs bei Gefahr in den Mund nehmen oder wochenlang die Eier bewachen. [2] Vor allem aber: Sie spüren Angst, Stress und Schmerz. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Fazit, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten“. [3]

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PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen:

PETA.de/Themen/Fische/

[1] Salwiczek et al. (2012): Adult Cleaner Wrasse Outperform Capuchin Monkeys, Chimpanzees and Orang-utans in a Complex Foraging Task Derived from Cleaner – Client Reef Fish Cooperation. Online abrufbar unter: https://www.emory.edu/LIVING_LINKS/publications/articles/Salwiczek_etal_2012.pdf  (05.07.2021)    

[2] Balcombe, Jonathan (2016): What a Fish Knows. Scientific American / Farrar, Straus and Giroux. Online abrufbar unter:  http://us.macmillan.com/books/9780374714338 (05.07.2021)

[3] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose)

Pressekontakt:

Sophie Burke, +49 711 860591-528, SophieB@peta.de

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