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Hausschweine in Deutschland erstmalig mit Afrikanischer Schweinepest infiziert: PETA sieht System industrieller Tierhaltung gescheitert 

Tierrechtsorganisation fordert flächendeckendes Verbot von Drückjagden

Stuttgart, 16. Juli 2021 – Einem Medienbericht zufolge wurde die Afrikanische Schweinepest letzte Nacht erstmalig bei sogenannten Hausschweinen in Brandenburg nachgewiesen. Zuvor kursierte die Seuche unter Wildschweinen, 1.267 Tiere waren in Brandenburg infiziert. Nun werden Hunderte Hausschweine getötet. Weiterhin Tausende Wildschweine werden im Zuge der Jagd erschossen mit dem Argument, somit die Ausbreitung des Virus eindämmen zu können. Besonders durch Drückjagden werden die Wildschweine aufgeschreckt und flüchten revierübergreifend. Dies trägt zu einer schnelleren Verbreitung von Krankheiten bei. Die Jagd auf Wildschweine ist auch deshalb nicht zielführend, weil die Seuche hauptsächlich durch den Menschen, über kontaminierte Speise- und Schlachtabfälle, übertragen und verbreitet wird. In Tierhaltungsanlagen könnte dies auch durch Landwirte – die oftmals selbst jagen – und Arbeitende in den Betrieben erfolgen. PETA fordert einen Wandel zum veganen Ökolandbau und ein flächendeckendes Verbot von Drückjagden in Deutschland.

„Die Ansteckung von Hausschweinen mit der Afrikanischen Schweinepest verdeutlicht, dass das System der industriellen Tierhaltung gescheitert ist. Durch die tierquälerischen Bedingungen sind Ställe und Schlachthöfe eine Brutstätte für tödliche Keime. Auch die verstärkte Wildschweinjagd hat die Ausbreitung des Virus nicht stoppen können, weil die Ausbreitung und Entstehung von Zoonosen Teil der Tierwirtschaft sind. Dringender denn je brauchen wir einen Wandel hin zum veganen Ökolandbau“, so Nadja Michler, PETAs Fachreferentin für Wildtiere und Jagd. „Der vegane Ökolandbau unterstützt durch den geringeren Flächen- und Ressourcenverbrauch eine friedliche Koexistenz mit Wildtieren und vermindert Pandemie-Risiken.“

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Hintergrundinformationen

Schon im September 2020 war die Afrikanische Schweinepest, aus Polen kommend, vermehrt in Brandenburg aufgetreten. Ein dafür errichteter Zaun entlang der Oder und Neiße konnte die Verbreitung nicht aufhalten, auch nicht der ohnehin sehr hohe Jagddruck. Bundesweit wurden im Jagdjahr 2019/2020 über 880.000 Tiere durch die Jagd getötet; allein in Brandenburg über 100.000. Doch betont das Friedrich-Löffler Institut für Tiergesundheit: „Eine Bejagung könnte Unruhe in die dort ansässigen Rotten bringen und unter Umständen zu ausgeprägten Wanderbewegungen führen, die das Risiko einer Verschleppung des Erregers erhöhen“. [1] Das Virus befällt ausschließlich Haus- und Wildschweine. Es sorgt bei den Tieren für Fieber, Atemprobleme sowie Schwäche und führt in der Regel innerhalb von sieben bis zehn Tagen zum Tod. Für Menschen ist es ungefährlich.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (2014): Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest in Wildschweinen in Deutschland: Jagdruhe im Ausbruchsfall sinnvoll, tote Wildschweine ab sofort untersuchen. Greifswald-Insel Riems.

Weitere Informationen:
PETA.de/Afrikanische Schweinepest
PETA.de/Wildschweinjagd
PETA.de/Veganer Ökolandbau

Pressekontakt:
Britta Nolte, +49 711 860591-593, BrittaN@peta.de

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