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Lamm in Bad Wildungen getötet – PETA setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus

Bad Wildungen / Stuttgart, 13. Juli 2021 – Einem Medienbericht zufolge wurde im Zeitraum  von Freitagmorgen bis Samstagabend ein Schafkind auf einer Weide zwischen den Stadtteilen Armsfeld und Bergfreiheit getötet. Nach Hinweisen von Personen, die in der Gegend spazieren waren, fand der verantwortliche Schäfer das Lamm tot auf. Er stellte Schädelverletzungen fest und verständigte die Polizei – diese geht davon aus, dass das Tierkind erschlagen wurde, und hat die Ermittlungen aufgenommen. Um die Tat aufzuklären und die verantwortliche Person zu finden, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus. Wer etwas beobachtet oder Informationen zu dem Vorfall hat, wird gebeten, sich an die Polizei zu wenden und kann sich telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation melden – auch anonym.

„Der oder die Verantwortliche muss schnellstmöglich gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, sagt Johanna Fuoß, Fachreferentin für Bekleidung und Textil bei PETA. „Wir fordern für Personen, die Tiere gequält oder getötet haben, strenge juristische Konsequenzen – nur so kann eine abschreckende Wirkung erzielt werden.“

PETA erinnert daran, dass Tierquälerei kein Kavaliersdelikt ist, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes – diese kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Die Organisation setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung zu helfen.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

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Eine Million getötete Schafe pro Jahr in Deutschland – überwiegend Tierkinder
PETA weist darauf hin, dass die meisten Schafe in Deutschland gewaltsam im Kindesalter getötet werden. Für die Produktion von Fleisch und Lammfellen werden jedes Jahr über 900.000 Lämmern in Schlachthöfen die Kehlen durchtrennt – zu diesem Zeitpunkt haben sie noch nicht einmal ihr erstes Lebensjahr vollendet. Ihre Haut und ihr Fell landet anschließend als Lammfell in Kinderwägen oder auf Familiensofas. Zudem werden fast alle Schafe gezwungen, grausame „Standardeingriffe“ über sich ergehen zu lassen: Ihnen werden die Ohren mit einer Erkennungsmarke durchgestochen und sie werden meist ohne Betäubung kastriert. Dafür quetschen die Verantwortlichen den wenige Tage alten Lämmern mit einer Kastrationszange die Hoden ab Auch die Weidehaltung birgt oftmals viele Gefahren: In mangelhaft gewarteten Zäunen können sich Schafe leicht verfangen und infolgedessen sterben. Leere Wassertröge führen besonders im Sommer immer wieder zum Tod einzelner Tiere. Daneben sind Erkrankungen wie die Moderhinke weit verbreitet: Betroffene Schafe haben so starke Schmerzen, dass sie nicht mehr auftreten können und auf den Vorderbeinen über den Boden robben. PETA bittet alle Menschen, die Augen offen zu halten und Missstände immer zu melden.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen, sie anziehen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Schafe-Deutschland
PETA.de/Tierquaelereichronik
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Themen/Schafe

Pressekontakt:
Valeria Goller, +49 711 860591-521, ValeriaG@peta.de

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