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Nächtlicher Protest gegen Aufhebung des Nachtangelverbots untersagt: PETA-„Fische“ dürfen nicht vor Ministerium trommeln

Stuttgart, 27 Juli 2021 – Ordnungsamt lehnt lautstarken Nachtprotest ab: PETA protestiert gegen die kürzlich veröffentlichten Pläne des Ministeriums für Ländlichen Raum, das Nachtangelverbot in Baden-Württemberg außer Kraft zu setzen. Doch die für den 30. Juli geplante Demonstration wurde nicht genehmigt. Das Demo-Konzept sah vor, dass als Fische verkleidete Aktivisten und Aktivistinnen zwischen 2 und 4 Uhr nachts mit Trommeln, Flöte, Gitarre, Ukulele und Megaphonen lautstark gegen die geplante nächtliche Ruhestörung in “ihren“ Gewässern protestieren. Grund für die Absage ist laut Ordnungsamt: Anwohner dürften nachts nicht gestört werden. Die Tierrechtsorganisation versteht die Begründung, sieht sich zugleich aber auch in ihrem Anliegen bestätigt, denn Fische verdienen denselben nächtlichen Ruheschutz wie auch Menschen. Das Landesministerium für Ländlichen Raum hatte nach einem kürzlichen Urteil des Verwaltungsgerichts in Stuttgart ein Ende des Nachtangelverbots in Aussicht gestellt, wonach angeln in Baden-Württemberg künftig auch nachts möglich sein soll.

„Menschen werden nachts in ihrem Schlaf gestört, was schon schlimm genug ist, aber Fische müssen zudem auch um ihr Leben fürchten“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Angeln ist immer Tierquälerei – egal zu welcher Tageszeit. Nachts ist aber zu befürchten, dass Fischereikontrollen wegfallen und Fische nicht nur gestört, sondern auch unvorschriftsmäßig gefangen und getötet werden.“

PETA fordert das Ministerium deswegen zusätzlich auf verschärfte Polizeikontrollen an allen Seen durchzuführen. Die Tierrechtsorganisation spricht sich grundsätzlich gegen jegliche Form der Fischerei aus, egal ob mit Angeln oder Netzen, bei Tag oder Nacht und beteiligt sich seit 2017 an der weltweiten Kampagne zur Abschaffung von Fischerei.

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Fische spüren Schmerz und brauchen unseren Schutz – Hintergrundinformationen
Fische sind neugierige, fühlende Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben und kommunizieren auf vielfältige Weise. Sie schließen Freundschaften, geben ihr Wissen weiter und beschützen ihren Nachwuchs. [1] Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren, kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten“. [2] 
 

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] Jonathan Balcombe (2016), Was Fische wissen. Wie sie lieben, spielen, planen: unsere Verwandten unter Wasser. / What a Fish Knows: The Inner Lives of Our Underwater Cousins, 336 Seiten. 
[2] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.

Weitere Informationen:

PETA.de/Angeln/Hintergrundwissen

Pressekontakt: David Kepler, +49 711 860591-527, DavidK@peta.de

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