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Otterstadt: Rollerfahrer und Pferd bei Unfall mit Kutsche verletzt – PETA fordert Kutschenverbot von Landrat Clemens Körner

Otterstadt / Stuttgart, 27. Juli 2021 – Schwerer Unfall: Am vergangenen Sonntag kollidierte ein Rollerfahrer auf der K23 bei Otterstadt im Rhein-Pfalz-Kreis mit einer von zwei Pferden gezogenen Kutsche. Der 30-jährige Fahrer stieß aus noch unbekannten Gründen mit der Kutsche zusammen, als diese von einem Feldweg auf die Verkehrsstraße auffuhr. Daraufhin stürzte der Rollerfahrer und blieb auf einem Grünstreifen liegen. Aufgrund seiner Verletzungen musste er per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Zudem wurde eines der beiden Pferde verletzt. PETA appelliert nun angesichts dieses Vorfalls in einem Schreiben an Landrat Clemens Körner, ein Verbot von Pferdekutschen im Landkreis einzuführen. Die Tierrechtsorganisation warnt seit vielen Jahren vor den Risiken bei der Nutzung von Pferden vor Kutschen.

„Die langsamen Pferdekutschen verursachen auf den Straßen immer wieder gefährliche Situationen. Sie gehören einfach nicht in den modernen Straßenverkehr“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Da die Gefährte weder über sichere Bremssysteme, Airbags noch eine Knautschzone verfügen, sind schwere Unfälle mit Kutschen vorprogrammiert. Die einzige Lösung zum Schutz von Mensch und Tier ist deshalb ein Verbot von Kutschfahrten.“

2020 wurden bei insgesamt 32 Kutschunfällen in Deutschland drei Menschen getötet und mindestens 45 verletzt, viele von ihnen schwer. Darüber hinaus starb im Jahr 2020 ein Pferd, zehn weitere Tiere verletzten sich. Die mit Abstand häufigste Unfallursache war ein Erschrecken eines oder mehrerer Pferde.

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass die häufig schweren Verläufe der Unfälle vor allem auf fehlende Sicherungsvorrichtungen wie Gurte und Airbags sowie mangelhafte Beleuchtung und unzureichende Bremssysteme zurückzuführen sind. Rothenburg ob der Tauber beschloss 2010 nach einem schweren Pferdekutschenunfall ein Kutschverbot im Innenstadtbereich, das der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigte.

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PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten. Die Tierrechtsorganisation setzt sich auch aus Tierschutzgründen für ein Verbot von Pferdekutschen ein. Eine tiergerechte Lebensweise wird Pferden vor Kutschen verwehrt. Pferde sind sehr sensible und soziale Lauftiere, die in einer Herde leben möchten. Sie benötigen gutes Futter und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Selbstverständlich sollten zudem natürliches Sonnenlicht und frische Luft zur Verfügung stehen. Wenn diese essenziellen Haltungsvoraussetzungen nicht oder nur unzureichend gegeben sind, bedeutet das für die Tiere ein leidvolles Leben und führt auf Dauer zu lebensgefährlichen körperlichen Beeinträchtigungen. Ein Pferd in guter Haltung kann 35 Lebensjahre und mehr erreichen.

PETA setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Pferdekutschenunfälle fordern immer wieder Opfer bei Mensch und Tier. / © 112-magazin.de

Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen:

PETA.de/Themen/Pferdekutschen

PETA.de/Pferdekutschenunfaelle

Pressekontakt:

Julia Zhorzel, +49 711 860591-536, JuliaZ@peta.de

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