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PETA ZWEI-Streetteam demonstriert morgen in Lüneburg gegen das „schmutzige Geschäft“ der Lederindustrie: Freiwillige Person übergießt sich mit schwarzer Farbe

Lüneburg / Stuttgart, 16. Juli 2021  Mit dem Leben bezahlt: Um zu verdeutlichen, dass es sich bei Lederprodukten nicht um Mode-Accessoires, sondern um die abgezogene Haut leidensfähiger Tiere handelt, demonstriert das freiwillige PETA ZWEI-Streetteam Lüneburg morgen ab 12:30 Uhr An der Münze 1. Unter dem Motto „Leder ist ein schmutziges Geschäft!“ werden Aktive Lederkleidung an eine Kleiderstange hängen und Kunstblut auf den Boden tropfen lassen. Zusätzlich wird sich eine leicht bekleidete aktive Person mit schwarzer Farbe übergießen, um die Ausbeutung von Tieren für Leder anzuprangern. Mit der Aktion appellieren die PETA-Unterstützer:innen an die Passanten, sich für tierfreundliche vegane Alternativen zu entscheiden.

„Leder ist kein Abfallprodukt der Fleischindustrie, sondern es handelt sich bei der Lederbranche um einen eigenständigen Industriezweig. Das Leid der Tiere beginnt bei den Haltungsbedingungen und endet im Schlachthaus. Für Leder werden jährlich mehr als 1,4 Milliarden Rinder, Ziegen und Schafe qualvoll getötet“, so Streetteam-Leiterin Maja Bethmann. „Aus ethischen sowie ökologischen Gründen sehen wir die Zukunft in veganen Produkten, die weder Tierleid verursachen noch das schmutzige Geschäft der Tierqual-Fabriken unterstützen.“

Tierquälerei bei Langstrecken- Tiertransporten

Rinder, Schafe und andere Tiere werden für die Lederindustrie um die halbe Welt transportiert und anschließend getötet. Inmitten ihres eigenen Kots und Urins müssen sie dicht zusammengedrängt teils wochenlang auf Schiffen und Lkws ausharren. Während der Transporte verletzen sich viele Tiere oder trampeln sich gegenseitig tot. Auf den offenen Anhängern sind sie mitunter extremer Hitze oder Kälte ausgesetzt; ausreichend Nahrung und Wasser haben sie nicht zur Verfügung. Kommen die Tiere mit kot- und urinverklebtem Fell in Ländern wie der Türkei oder dem Libanon an, sind manche von ihnen so schwach oder verletzt, dass sie nicht einmal mehr eigenständig stehen können. Sie werden an einem einzelnen Bein hängend mit Kränen von Bord gehievt, wobei die Beine der Tiere brechen und sie sich ihre Gelenke schmerzhaft auskugeln können. Die Rinder und Schafe werden anschließend im Schlachthaus zu Boden gedrückt, teilweise gefesselt und ihre Kehlen mit einem Messer aufgeschnitten – in vielen Ländern  ohne Betäubung. Aufnahmen zeigen, wie Arbeiter Schafe zum Ausbluten auf einen Haufen werfen, während die Tiere noch um sich treten.

Leder unweigerlich mit Tierleid verbunden – auch in Deutschland

Auch in europäischen Schlachthöfen werden Tiere oftmals bei vollem Bewusstsein getötet, weil die Betäubung fehlschlagen kann. Doch ganz gleich, welche Betäubungsmethode zum Einsatz kommt: Die Tiere sind während der kommerziellen Transporte, dem Gang in das Schlachthaus und der Tötung immer extremem Stress, Schmerzen und Todesangst ausgesetzt. Obwohl es illegal ist, werden häufig selbst kranke und verletzte Tiere gewaltsam bis in den Schlachthof transportiert.

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Millionenschwere Industrie mit fatalen Folgen für die Umwelt

Bereits 2018 wurden 900.000 Rinder und knapp 281.000 Schafe lebend aus Ländern wie Deutschland, Frankreich, Brasilien und Österreich in die Türkei importiert, wo die Lederindustrie boomt. Deutschland ist nach Russland der zweitgrößte Abnehmer türkischer Lederwaren. Bethmann mahnt: „Leder ist mit unsäglicher Tierquälerei verbunden und obendrein eines der umweltfeindlichsten Produkte der Welt.“ Für Weideflächen der Rinder und die Futtermittelproduktion werden täglich Regenwälder gerodet; zudem tragen die methanhaltigen Ausscheidungen der Tiere massiv zur Klimaproblematik bei. Noch dazu werden bei der Gerbung zahlreiche Chemikalien wie Chrom eingesetzt – eine Gefahr für die Natur und auch für Menschen, denn häufig sind Endprodukte wie Taschen oder Kleidung mit dem krebserregenden und allergieauslösenden Schwermetall Chrom VI belastet.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Das PETA ZWEI-Streetteam Lüneburg ist ein Verbund freiwilliger Unterstützer, die sich für die Ziele der Jugendkampagne PETA ZWEI der Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Details zur Aktion:

Datum: Samstag, 17. Juli 2021

Uhrzeit: 12:30–13:30 Uhr

Ort: An der Münze 1, 21335 Lüneburg

Ansprechpartner vor Ort: Maja Bethmann (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

Ähnliche PETA USA-Aktion gegen Leder im Jahr 2019 / © PETA USA

Aufnahmen geben einen Einblick in das immense Tierleid in der Lederindustrie. / © PETA/Karremann

Diese und weitere Motive stehen hier zum Download zur Verfügung.

Videomaterial senden wir auf Anfrage gerne zu.

Weitere Informationen:

PETA.de/Tiertransporte-Leder

PETA.de/Hintergrundwissen-Leder

Sendefähige Radio-O-Töne zum Thema „Warum macht PETA Straßenaktionen?“ und zu vielen weiteren Tierrechtsthemen finden Sie in PETAs Audioportal. PETAs Fachreferenten stehen Ihnen selbstverständlich nach wie vor für persönliche Interviews zur Verfügung.

Pressekontakt:

Julia Zhorzel, +49 711 860591-536, JuliaZ@peta.de

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