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Rehkitz bei Mahd in Tecklenburger Land getötet – PETA erstattet Strafanzeige

Tecklenburger Land / Stuttgart, 30. Juni 2021 – Tod durch Messer der Landwirtschaftsmaschinerie: Während einer Mahd im Tecklenburger Land hatte ein Rehkitz keine Chance gegen die scharfen Klingen der Mähmaschinen. Das Jungtier wurde überfahren, verstümmelt und starb infolge der schweren Verletzungen. Anschließend ließ der Landwirt den Körper einfach liegen. Anhand der Fläche auf der das tote Rehkitz gefunden wurde, wurde ermittelt, dass der Bauer mutmaßlich noch vier bis fünf Mal an dem getöteten Tier vorbeigefahren ist. Die Tierrechtsorganisation PETA hat nun bei der Staatsanwaltschaft Münster Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstattet. Der Vorwurf: Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie gegen das Naturschutzgesetz und das Strafgesetzbuch.
 

„Immer wieder werden Tierkinder, die nicht schnell genug fliehen können, von den scharfen Klingen der Mähmaschine aufgeschlitzt, verstümmelt oder regelrecht zerhackt“, so Dr. Edmund Haferbeck, Agrarwissenschaftler und Senior-Mitarbeiter im Bereich Special Projects bei PETA. „Es ist schockierend, dass der Landwirt das Rehkitz nicht nur vorsätzlich zerstückelt hat, sondern den Körper des Kitzes hat achtlos liegen lassen. Der Landwirt hat aus Zeitgründen den Tod des Kitzes und anderer Wildtiere in Kauf genommen .“

Unterlassen von Schutzmaßnahmen ist strafbar
PETA zeigte in der Vergangenheit wiederholt Landwirte und Landwirtinnen in ähnlichen Fällen an. Rechtskräftige Verurteilungen – unter anderem des Landgerichts Offenburg, der Amtsgerichte Göttingen, Euskirchen, Celle und Forchheim – bestätigen, dass das Unterlassen entsprechender Schutzmaßnahmen strafbar ist. Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, ein Wirbeltier ohne „vernünftigen Grund“ zu töten oder ihm länger anhaltende erhebliche Schmerzen oder Leiden zuzufügen. Ebenso legt das Naturschutzgesetz fest, dass wildlebende Tiere nicht mutwillig beunruhigt oder ohne „vernünftigen Grund“ verletzt oder getötet werden dürfen.
 
Messer der Landwirtschaftsmaschinerie töten und verletzen jährlich etwa 100.000 Rehe
In Deutschland werden jährlich etwa 100.000 Rehe bei Mäharbeiten schwer verletzt oder getötet. Der „Drückinstinkt“ der Jungtiere führt dazu, dass Rehkitze bei drohender Gefahr meist bewegungslos auf dem Boden verharren und auf ihre Tarnung vertrauen, statt zu fliehen. Tiergerechte Vergrämungsmaßnahmen, wie flatternde Bänder oder Duftzäune, schrecken Rehmütter auf, die anschließend ein besseres Versteck für ihren Nachwuchs suchen. Zudem besteht die Möglichkeit, die Weide im Vorfeld zu begehen oder moderne Infrarotsensoren – sogenannte Wildretter – zu nutzen, um die Felder abzusuchen.
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Maehtod-Rehkitze/

Lesen:  Weiterskirchen: Bio-Betrieb lässt Mutterkuh auf Weide sterben –PETA erstattet Strafanzeige und fordert Tierhalteverbot für Landwirt

Pressekontakt:

Julia Zhorzel, +49 711 860591-536, JuliaZ@peta.de

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