Drücken Sie „Enter“, um den Inhalte zu überspringen

Start des Einstein-Zentrums 3R für alternative Methoden in der biomedizinischen Forschung

Die Einstein Stiftung Berlin hat das Einstein-Zentrum 3R für alternative Methoden in der biomedizinischen Forschung bewilligt. Das Zentrum startet nach einjähriger Vorbereitungsphase am 1. Juli und wird bis Ende 2026 mit rund 5,3 Millionen Euro von der Einstein Stiftung gefördert. Voraussetzung ist eine erfolgreiche Zwischenevaluation durch die Wissenschaftliche Kommission der Stiftung im Jahr 2024. Ziel des neuen Zentrums ist es, dazu beizutragen, dass Tierversuche in bestimmten Bereichen der biomedizinischen Forschung durch 3D-Gewebekulturen reduziert oder ersetzt werden können.    Mit dem Einsatz von 3D-Gewebekulturen soll die Entwicklung von Therapiemethoden für menschliche Erkrankungen sowie die Übertragbarkeit von Laborergebnissen auf die Patienten verbessert und gleichzeitig der Tierschutz gestärkt werden. Die Gründung des Einstein-Zentrums 3R wurde von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Freien Universität Berlin (FU), der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) sowie der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) initiiert. Es entsteht in enger Kooperation mit dem Berlin Institute of Health in der Charité (BIH), dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und dem Robert Koch-Institut (RKI).   Das 3R-Prinzip wurde von den Wissenschaftlern William Russell und Rex Burch entwickelt: Tierversuche sollen ersetzt (Replace), die Anzahl der Versuchstiere reduziert (Reduce) und die Belastung für Versuchstiere gemindert werden (Refine).   „Tierversuche sind für die Weiterentwicklung der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten derzeit noch unersetzbar. Umso wichtiger ist es, gezielt an Alternativen zu forschen, diese zu entwickeln und in Forschung, Diagnostik und Therapie zunehmend zu nutzen“, betont Prof. Dr. Axel Radlach Pries, Dekan der Charité. Er fügt hinzu: „Innerhalb der Charité fördern wir über Charité 3R seit 2018 vielfältige Projekte in jedem der drei Bereiche Replace, Reduce und Refine und freuen uns deshalb sehr, dass mit dem Einstein-Zentrum 3R nun eine institutionenübergreifende Struktur geschaffen wird, die die Umsetzung des 3R-Prinzips und die Entwicklung von Alternativmethoden weiter verbessert und die berlinweite Vernetzung der Forschungsprojekte strukturell befördert. Charité 3R war an der Initiierung und Durchführung der Antragstellung maßgeblich beteiligt. Beide Initiativen ergänzen sich dabei hervorragend, um das 3R-Prinzip gemeinsam schneller und gezielter voranzubringen.“   Die Forschungsaktivitäten des Einstein-Zentrum 3R konzentrieren sich auf 3D-Modelle aus menschlichen Gewebekulturen als Alternativen zu Tiermodellen. Es lassen sich sogenannte Organoide züchten, deren Strukturen und Funktionen den jeweiligen Organen ähneln. Auch 3D-Gewebedruck wird eingesetzt. Insgesamt werden im Einstein-Zentrum 3R sechs Forschungsprojekte zu den Organen Darm, Lunge, Herz, Hirn, Leber und der neuromuskulären Verbindung angesiedelt. Sie alle arbeiten mit menschlichen Zellen, wodurch artspezifische Unterschiede – die in der biomedizinischen Forschung häufig die Übertragbarkeit von Tierversuchen auf den Menschen beeinträchtigen – vermieden werden. Darüber hinaus zielen zwei Querschnittsprojekte auf eine Verbesserung der Forschungsqualität ab. Das Zentrum plant zudem die Ausbildungsinitiativen zu 3R in Berlin zu erweitern und die Öffentlichkeit über Alternativmethoden zu informieren. Read More

Lesen:  Hochhaus in Dresden UNTER CORONA-QUARANTÄNE

Über den Autor

Autor Infos
Holger Renn

51 Jahre Alt. Thema Gesundheit, Ernährung, Handwerker und Tiere (Hunde) sind meine Lieblingsthemen 🙂

Selber seit mehr als 10 Jahre "Fleischfrei" und habe nie diesen Schritt bereut.

Gib den ersten Kommentar ab

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.