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Statement von PETA zur gestern von der Bundesregierung beschlossenen Nationalen Stillstrategie

Berlin / Stuttgart, 8. Juli 2021 – Auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wurde gestern eine Nationale Strategie zur Förderung des Stillens erarbeitet. Daran beteiligt waren das Bundesministerium für Gesundheit sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In einer Pressemitteilung wird Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dazu mit Folgendem zitiert: „Für Mütter muss es selbstverständlich sein können, ihre Kinder zu stillen.“ Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht darin: „Jede Mutter soll ihr Kind so versorgen können, wie es für sie und ihr Baby am besten ist.“

PETA fordert das Recht, die eigenen Nachkommen mit Muttermilch versorgen zu können, auch für Mütter anderer Säugetierarten ein, allen voran für Kühe. Bettina Eick, PETAs Fachreferentin für Ernährung und Tiere in der Nahrungsmittelindustrie, kommentiert:

„Durch die Geburt wird die Milchproduktion in der Brust von Müttern in Gang gesetzt, damit sie ihre Babys in den ersten Lebensmonaten ernähren können. Das ist nicht nur bei Menschenmüttern so, sondern bei allen Säugetieren. Auch Kühe sind etwa neun Monate schwanger und geben erst dann Milch, wenn sie ihr Kalb zur Welt gebracht haben. Wie die Bundesregierung richtig erkannt hat, ist Muttermilch die optimale Ernährung für Säuglinge. Selbstverständlich gilt dies auch für die Kinder aller anderen Säugetiere. Kuhmütter haben von Geburt an eine enge Beziehung zu ihrem Nachwuchs. Sie wollen ihn versorgen, beschützen und mit ihrer Brustnahrung ernähren, also stillen. Es ist jedoch grausame, trotzdem aber alltägliche Praxis, in Milchbetrieben Kuhmüttern ihre Kinder kurz nach der Geburt zu entreißen. Mutter und Kind vermissen sich und schreien oft tagelang nacheinander. Die Kuhkinder werden meist einzeln in engen Buchten gehalten, mit minderwertigem Milchersatz ernährt und oft noch im Kindesalter im Schlachthaus getötet. Viele werden auch in qualvollen Transporten ins Ausland verfrachtet und dort gemästet, bis sie schließlich oft noch weiter in Drittländer außerhalb der EU gekarrt und dort getötet werden. Kälber werden oft aufgrund der traumatischen Trennung und der Ersatznahrung krank – auch sie brauchen die Nähe und Milch ihrer Mutter. All diese Grausamkeiten geschehen nur, damit Menschen die Muttermilch anderer Tiere trinken können. Dabei ist artfremde Brustnahrung für Menschen nicht nur unnötig, sondern kann sogar der Gesundheit schaden. Menschenbabys profitieren von menschlicher Milch, sie brauchen aber weder als Kind noch im Erwachsenenalter die Milch anderer Tiere. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner, die in ihrer Amtszeit in punkto Tierschutz fast nichts erreicht hat, will laut eigener Aussage eine „ausgewogene Ernährung in allen Lebensphasen zu unterstützen.“ Dazu gehört die Milch von Kühen, Ziegen oder anderen Tieren jedoch nicht. Auch eine Kuhmutter muss das Recht haben, ihr Kind so versorgen zu können, wie es für sie und ihr Baby am besten ist.“

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Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.


Bettina Eick / © PETA Deutschland e.V.

Das Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.

Weitere Informationen:

PETA.de/Themen/Milch-Hintergrund

PETA.de/Neuigkeiten/Studie-Milchindustrie

PETA.de/Themen/Kuehe

Pressekontakt:
Sophie Burke, +49 711 860591-528, SophieB@peta.de

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