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Umbau der Elefantenanlage im Zoo Hannover: PETA begrüßt angedachten Zuchtstopp und appelliert an Regionsversammlung, den Plan anzunehmen

Hannover / Stuttgart, 8. Juli 2021 – Zuchtstopp für im Zoo Hannover eingesperrte Elefanten in greifbarer Nähe? Der zuständige Fachausschuss der Regionsversammlung tagt heute Nachmittag zum Neubau des Elefantenlaufstalls, der mit rund 17 Millionen Euro veranschlagt ist und ursprünglich Zuchtzwecken dienen sollte. Laut einem Medienbericht soll Zoodirektor Andreas Casdorff nun jedoch planen, mehrere Elefantenbullen im Zoo unterzubringen. Dies würde den Ausstieg aus der Elefantenzucht bedeuten, die mutmaßlich wegen Platzmangels eingestellt würde. Auch PETAs Aufdeckung über die Misshandlungen von Babyelefanten im Zoo Hannover hatte der Öffentlichkeit 2017 vor Augen gehalten, dass die Tiere vor allem für Unterhaltungsshows gezüchtet wurden. Die Tierrechtsorganisation hofft nun, dass die Regionalversammlung den Plänen zustimmt. Um künftige Elefantengenerationen vor dem Leid in Zoo-Gefangenschaft zu bewahren, hat PETA die Politiker im Ausschuss für Regionalplanung, Naherholung, Metropolregion und Europaangelegenheiten sowie den Regionspräsidenten Hauke Jagau angeschrieben. Der Appell: Den Zuchtstopp und ein Ende der Elefantenhaltung unterstützen und in die Wege leiten.

„Es wird Zeit, dass der Zoo Hannover die Elefantenzucht endlich beendet. Dies wäre ein Schritt in Richtung Ausstieg aus der Elefantenhaltung. Die Tiere leiden enorm unter den unnatürlichen Bedingungen in Gefangenschaft. Auch das vorgeschobene Argument des Artenschutzes ist Augenwischerei – die Tiere werden niemals ausgewildert“, so Biologin Dr. Yvonne Würz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche. „Jährlich fließen Millionen an Steuergeldern in die Haltung der Rüsseltiere. Würde das Geld direkt in den Elefantenschutz in Afrika und Asien investiert, könnten jedes Jahr Tausende Tiere vor der Wilderei geschützt werden.“

Tierleid im Zoo Hannover

PETA kritisiert die Elefantenhaltung scharf: 2017 sorgten Misshandlungen der Elefanten im Zoo Hannover für Aufsehen. Von der Organisation veröffentlichten Videoaufnahmen zeigen, wie bereits Elefantenbabys mit dem Elefantenhaken – einem Stock mit spitzem Metallhaken – gewaltsam bestraft werden, wenn sie nicht gehorchen. Obwohl mehrere Gutachten die „Zufügung von erheblichen Schmerzen bzw. Leiden“ bestätigten, stellte die Staatsanwaltschaft Hannover das Verfahren schließlich ein. Im Zuge der Umbauarbeiten am Elefantengehege stellte der Zoo die Haltung auf den „geschützten Kontakt“ um, bei dem die Tiere zumindest keine Schläge fürchten müssen. Doch unabhängig von der Haltungsform leiden Elefanten enorm in Gefangenschaft: Der Zooalltag ist geprägt von Bewegungsmangel, Beschäftigungslosigkeit und zerstörten Sozialstrukturen. Viele Elefanten in Zoos leiden unter schweren Verhaltensstörungen, was sich unter anderem im sogenannten Weben äußert, bei dem die Tiere mit Kopf und Körper hin und her schwanken.

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Elefantenzucht leistet keinen Beitrag zum Artenschutz
Zudem untergräbt die Zucht der Tiere in Gefangenschaft die Ziele des Artenschutzes. Die Einrichtungen importieren teilweise auch heute noch in der Wildnis gefangene Elefanten. Im Zoo geborene Elefanten wiederum werden nicht ausgewildert. PETA fordert, dass Steuergelder künftig direkt in Artenschutzprojekte in den Herkunftsländern bedrohter Tierarten investiert werden, um ihr Überleben dort zu sichern.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

Weitere Informationen:
PETA.de/Zoo-Hannover-Elefanten-Verfahren-2017
PETA.de/Zoo-Hannover
PETA.de/Elefanten-In-Zoos
PETA.de/Zoo-Elefantenhaltung-Arten

Pressekontakt:
Sophie Burke, +49 711 860591-528, SophieB@peta.de

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